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MAN AS250 PDF Drucken E-Mail

 

Der MAN AS 250 war das erste Traktoren Modell das MAN im Angebot hatte. Der von 1938-1946 gebaute AS 250 war ein in rahmenloser Blockbauweise gefertigter und für die damalige Zeit äußerst moderner Schlepper.

 

Der Entwurf des Schleppers wurde 1937 abgeschlossen und war auf Anhieb so gut gelungen, dass nach den ersten Erprobungen kaum große Veränderungen an den Konstruktionsplänen vorgenommen werden mussten.

1938 wurde eine Vorserie von 25 gefertigt, die geschlossen im Raum Halle zum Einsatz kam. Eine weitere 25 Fahrzeuge wurden im Frühjar 1941 ausgeliefert.

 

Der MAN AS250 fand Berücksichtigung im Schellplan und konnte bis 1943 mit einer Stückzahl von 355 Einheiten gebaut werden, Darauf musste der Bau auf Weiseung des Hauptausschusses für Kraftfahrzeuge beendet werden. Weitere 470 Stück wurden ab 1943 in der französischen Zugmaschinenfabrik Latil in Suresnes bei Paris gefertigt.

 

1944 kam durch den schnellen Vormarsch der Alliierten nicht nur die Produktion bei Latil zum Erliegen,  auch alle Fertigungsanlagen und Materialvorräte waren für MAN verloren.

 

In eigener Regie baute Latil bis 1946 ohne Lizenz noch um die 500 Schlepper die auch als AS 250 ausgeliefert wurden, allerdings unter dem Herstellernamen Latil.

 

 

 

Ausgestattet wurde er mit einem bereits im 2,5 t LKW des Typs E bewährten 4 Zylinder Dieselmotor, der nach dem G-Verfahren ("Globus" >>Kugel >> MAN Kugelbrennraumverfahren) arbeitete. Der Motor wurde gensatz zum LKW Gebrauch auf  1500 U/min gedrosselt und lieferte 50 PS. Als Getriebe wurde in der Serienfertigung ein in Gemeinschaftsarbeit der Firmen ZA (Zahnradfabrik Renk inAugsburg) und der ZF (Zahnradfabrik Friedrichshafen) mit dem Typ HS 28 eingesetzt. Das Getriebe bot 5 Vorwärts- und 1 Rückwärtsgang.

 

Das G-Verfahren wurde damals für die MAN Lastwagen neu eingeführt worden und war der Vorläufer des M-Verfahrens. Beim G-Motor wurde der Brennraum in den Kolbenboden verlegt. Dieser hatte eine kugelförmige Ausformung. Durch die Kugelform erreichte man die kleinstmöglich Abkühlungsoberfläche.

Die großen Vorteile dieses Verbrennungsverfahrens waren die verminderten Wärmeübergangsverluste, der äußerst niedrige Treibstoffverbrauch und das sehr gute Kaltstartverhalten. Außerdem konnte der Motor mit den damals weit verbreiteten Treibstoff-Qualitätsschwankungen gut umgehen.

 

Der Traktor konnte nicht nur als Bodenbearbeitungs- oder Landwirtschaftliches Transportgerät eingesetzt  werden, sondern taugte mit seinem an der Zapfwelle aufsteckbaren Riementrieb auch zum Antrieb stationärer Arbeitsmaschinen.

 

Zur Sonderausstattung zählten beim AS 250 unter anderem die Windschutzscheibe mit Rollverdeck, eine 4-t Seilwinde mit 120m Seil und Bergstütze, Mähantrieb und Mähwerk, Spurlockerer um die Verdichtung der Hinterräder zu Beheben, Radgewichte sowie eine Druckluftbremsanlage für den Anhängerbetrieb.

 

Der Trakor wurde mit  einer Standardbereifung von 6.50-20 vorne und 12.75-28 hinten ausgestattet. Durch den Kautschukmangel im Krieg wurde der Schlepper auf Eisenbereifung umgestelt, dabei wurde auch die Höchstgeschwindigkeit auf 7km/h begrenzt. Für weiche Bodenverhältnisse gab es Radverbreiterungen.

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